Auf der Elbe
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Geschwaderfahrt 30/31.8.2003
Von acht gemeldeten Teilnehmern hatten letztlich noch vier Lust, Laune, Mut und Gelegenheit mitzukommen. Sie wurden prompt auf unsere zwei Leisure's verteilt. Ich fand das auch gut so. Denn obwohl unsere zwei großen Schiffe genügend Schlafraum bieten, so ist es segeltechnisch doch besser wenn man nur zu zweit auf einem Boot ist und man genügend Platz hat sich auszubreiten. Uli wurde noch zum Flottenadmiral ernannt und los gings. Durch die Tatenberger Schleuse gings problemlos, nur Norbert und Sebastian wissen jetzt auch, dass man sich nach der Schleuse möglichst links halten sollte, wenn man sich nicht im Schlickbett festfahren will. Mit achterlichem Wind und Schmetterlingssegeln gings dann die Elbe hinauf. Vorbei an Oortkaten, Heidi Kabel, Zollenspieker haben wir es bis kurz vor Geesthacht geschafft. Abends sind wir dann in den kleinen Bootshafen der BC Drage eingekehrt, wo es auch nicht lange dauerte bis uns der aufmerksame Hafenmeister pro Boot Euro 6.- abknöpfte für die aber auch sehr gute Dusch- und Waschmöglichkeiten geboten wurden. Danach studierte Sebastian die ellenlange Gebrauchsanweisung unseres neuen Benzinkochers und setzte promt einen 5 Liter Gemüsesuppentopf von Erasco auf die Flamme. Nach dieser Stärkung haben wir dann noch bis 23.30 Uhr Ulis Rumreste aus Kenya verdrückt. Die Diskussion des Abends ging hauptsächlich um all die netten Details, die Uli auf seinem Boot in jahrelanger Erfahrung eingebaut hat und die uns alle noch auf der neuen Leisure fehlen. Die Nacht verlief ruhig und gemütlich. Am nächsten morgen gestärkt nach Rührei mit Krabben und tollen Brötchen (ich frag mich warum die hamburger Bäcker sowas nicht hinkriegen) gings dann zurück. Bei weiterhin gutem Ostwind haben wir gekreuzt wie blöde. In Höhe Zollenspieker erwischte uns dann ein Miniorkan. Na ja ich will nicht übertreiben, aber in Böen 6 und ein Regen/ Hagelgemisch so das ich nichts mehr sehen konnte. Fock runter und mit Motorhilfe weiter haben wir auch das abgewettert. Oben rum war ich ja noch trocken, aber unten triefte alles ab. Also umziehen und weiter. Kurz vor Oortkaten erwischte es dann auch Uli und mich mit einer leichten Strandung am Nordufer. Da mit Motorhilfe nichts mehr ging, stürzte sich Uli todesmutig in die Fluten und zog uns frei. In Höhe Oortkaten dann noch einmal ein Schauer, da hatte ich es aber noch vorher geschafft in meinen Overall zu schlüpfen. Gegen 16.00 Uhr lagen wir dann wieder "sicher" im Heimathafen. Norbert und Sebastian waren von unserer neuen Leisure schlicht begeistert und Uli gebührt der Dank für die Planung und Ausführung dieser tollen Tour. Nach weiterem Ausbau unserer Leisure II wird die Tour 2004 sicherlich noch bequemer werden.
Es grüßt Euch
Michael
Fotos: Sebastian
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